{"id":141,"date":"2023-11-16T12:01:21","date_gmt":"2023-11-16T11:01:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gemeinde-pflanzen.net\/talk\/?p=141"},"modified":"2023-11-16T12:02:18","modified_gmt":"2023-11-16T11:02:18","slug":"transkription-von-aussaat-talk-ep-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gemeinde-pflanzen.net\/talk\/2023\/11\/16\/transkription-von-aussaat-talk-ep-12\/","title":{"rendered":"Transkription von Aussaat \u2013 Talk, Ep. 12"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Dies ist nur eine halb-automatisch erstellte Transkription. Hier sind also durchaus Fehler vorhanden! <a href=\"https:\/\/www.gemeinde-pflanzen.net\/talk\/2023\/09\/24\/das-zentrum-johannes-paul-ii-wien-als-resource-church-mit-pater-george-elsbett\/\">Bitte h\u00f6ren Sie in den <\/a><a href=\"https:\/\/www.gemeinde-pflanzen.net\/talk\/2023\/11\/16\/die-home-church-home-base-in-salzburg-mit-lisa-perwein-ceo\/\">Originalton<\/a><a href=\"https:\/\/www.gemeinde-pflanzen.net\/talk\/2023\/09\/24\/das-zentrum-johannes-paul-ii-wien-als-resource-church-mit-pater-george-elsbett\/\"> hinein<\/a><\/strong>!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Aussaat, der Serie Talk \u2013 Gespr\u00e4ch \u2013, dem Podcast des Netzwerks Gemeinde-Pflanzen, wo es rund um die Themen Gemeindegr\u00fcndung, J\u00fcngerschaft und Evangelisierung geht. Mein Name ist Jonathan Berschauer und ich freue mich, dass du heute wieder mit dabei bist!<br>Vor wenigen Wochen durfte ich in Salzburg schon eine junge Frau kennenlernen, in der Home-Church oder Home-Base in Salzburg und ich freue mich, dass Sie heute bei mir im Podcast zu Besuch ist. Sie ist operative Leiterin der Home-Church in Salzburg und mit ihr komme ich heute unter anderem \u00fcber die Home-Base und \u00fcber die Home-Church ins Gespr\u00e4ch, die sich ja in Salzburg befindet. Herzlich willkommen, Lisa Perwein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Vielen Dank, freu mich total, hier sein zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Liebe Lisa, die Home Church ist ja irgendwie fest verbunden mit der Loretto-Gemeinschaft, die ja auch in Salzburg, wie ich dort erfahren durfte, sehr pr\u00e4sent ist. Was ist \u00fcberhaupt die Loretto-Gemeinschaft, vielleicht f\u00fcr Leute, die die Gemeinschaft noch nicht kennen, und was hat dein pers\u00f6nlicher Glaubensweg \u00fcberhaupt mit Loretto zu tun?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Genau, also zuerst mal die Loretto-Gemeinschaft ist neue Bewegung innerhalb von der katholischen Kirche, wurde vor \u00fcber 30 Jahren gegr\u00fcndet, in Wien beziehungsweise Salzburg von einem Salzburger, Georg Mayr-Melnhof sein Name, und auch unter anderem gro\u00df geworden durch die Loretto-Gebetskreise und durch das Pfingstfest, dass wir seit \u00fcber 20 Jahren veranstalten in Salzburg. Genau, und mein Weg dorthinein hat auch \u00fcber ein Pfingstfest gef\u00fchrt. Und zwar war das das Pfingsten 2004, war damals 16 Jahre alt und bin dorthin gefahren auf Salzburg. Also ich komme urspr\u00fcnglich aus den Bergen Salzburgs, aus Annaberg im Lammertal, bin jetzt verheiratet in Altenmark, genau, und bin halt dorthin gefahren nach Salzburg zu diesem Pfingstfest und war wirklich sehr begeistert, einfach junge Menschen kennenzulernen, junge, coole, gut aussehende Menschen kennenzulernen, die gl\u00e4ubig sind, die Gott kennen. Mich hat damit sehr fasziniert einfach die Musik, dann verschiedene Inputs und auch so die Gemeinschaft unter den jungen Leuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und f\u00fcr mich pers\u00f6nlich war eben dieses Pfingsten 2004 lebensver\u00e4ndernd, weil ich dort Jesus so zum ersten Mal lebendig begegnet bin. Und es war eigentlich relativ unspektakul\u00e4r. Es war tats\u00e4chlich so, dass es w\u00e4hrend einer Messe war, also w\u00e4hrend einer heiligen Messe, bin nach vorne gegangen, zur heiligen Kommunion. Und pl\u00f6tzlich habe ich einfach unglaublich gro\u00dfe Liebe gesp\u00fcrt. Ich habe zu weinen begonnen und habe gemerkt, boah, da gibt es wirklich wen, der mich sehr, sehr liebt. Also ich habe einfach eine gro\u00dfe Liebe gesp\u00fcrt und habe einmal eine Zeit lang nicht mehr aufh\u00f6ren k\u00f6nnen zu weinen. Und es war f\u00fcr mich so, das erste Mal, dass ich gesp\u00fcrt habe, wow, da gibt es einen lebendigen Gott. Ich bin Christ, ich bin katholisch erzogen worden, bin immer schon in die Kirche gegangen. Meine Mutter hat f\u00fcr uns extra immer so Kindergebetskreise veranstaltet und so weiter. Also Gott hat es immer in meinem Leben gegeben. Aber ab da war wirklich eine Beziehung und was Lebendiges da. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ich glaube, neben Gott hast du, ich habe es nicht mehr ganz richtig in Erinnerung. Hast du nicht auch deinen Mann dort kennengelernt irgendwann, oder?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Richtig. Keine Ahnung, also Pfingsten 2004 war in der Tat sehr speziell. Oder ein gro\u00dfes Geschenk f\u00fcr mich, genau, ich habe Gott dort das erste Mal lebendig erfahren, sondern ich habe da auch meinen Mann kennengelernt. Genau, ich war damals 16, er 17. Wir haben uns da gesehen und haben dann auch realisiert, dass wir in die gleiche Schule gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Auch noch das!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns kennen und lieben gelernt und es ist wirklich, ja, es war mein erster Freund, ich habe ihn dann f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter geheiratet und wir sind nach wie vor sehr gl\u00fccklich verheiratet. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Du hast, glaube ich, damals ja zuerst auch noch, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ich glaube, nach der Schule so eine Ausbildung gemacht, glaube ich, oder Studium? Wie ist sozusagen dein Weg, ich glaube, der war ja dann doch nicht letztlich ganz gerade, wie hat der letztlich irgendwie zu Home-Church hingef\u00fchrt?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nein, da war gar nichts, gerade und gar nicht geplant. Also es w\u00e4re mir so selber nie in den Sinn gekommen. Also ich habe eine berufsbildende Schule bei uns in \u00d6sterreich gemacht, die Handelsakademie ist eine wirtschaftliche Ausbildung, habe danach noch ein paar Monate in Italien gearbeitet, einfach auch um Fremdsprache ein bisschen aufzubessern. Ich habe dann begonnen, bei meinem Vater in der Firma zu arbeiten. Also wir haben Transportunternehmen an den Holzhandel und so weiter. Und ob da haupts\u00e4chlich Buchhaltung, Faktorierung, Abrechnungen und so weiter gemacht. Muss ich aber ehrlich gestehen, vom ersten Tag an habe ich gemerkt, boah, das ist eigentlich nicht unbedingt meine Leidenschaft. Bei mir war es damals so, dass ich eben in diese Schule gegangen bin, weil ich eigentlich ganz gut war in Mathematik, mit Zahlen leicht getan habe. Aber ich habe immer mehr gemerkt, das ist nicht meine wahre St\u00e4rkere, vor allem nicht meine Leidenschaft.<br>Ich habe dann geheiratet, als ich 21 war und wollte eigentlich relativ bald Kinder. Also ich kann mich so zur\u00fcckerinnern, so meine ganze Kindheit und Jugend war eigentlich nie ein gro\u00dfer Karrierewunsch bei mir da, sondern eigentlich wollte ich eigentlich immer eine gro\u00dfe Familie. Viele Kinder, Mutter sein, das war so eigentlich mein wahrer Wunsch, meine wahre Leidenschaft. Genau, das hat dann aber leider nicht so geklappt, wie mir das vorgestellt habe. Also, genau, mit 22 haben wir begonnen quasi zu probieren, Kinder zu bekommen, das hat eigentlich dann nie geklappt. Und wie das halt bei Kinderwunsch so ist, man hofft halt immer auf n\u00e4chsten Monat. Man kann ja nicht sagen, das klappt einfach nicht und man gibt auf, sondern man hofft immer und man hat ja jeden Monat wieder eine neue Chance. Und insofern ist es dazu gekommen, dass ich sechs Jahre im Unternehmen meines Vaters war, weil ich immer gewartet habe, bis ich ein Kind bekomme. Und irgendwann nach diesen sechs Jahren hat mein Mann einmal gesagt, so es reicht, du bist wirklich ungl\u00fccklich, ich bin immer ungl\u00fccklicher geworden, auch durch die gro\u00dfe Traurigkeit vom Kinderwunsch. Ich w\u00fcrde sogar sagen leicht depressiv geworden, sehr unzufrieden, jeden Tag von der Arbeit nach Hause gekommen. Und da hat er meinem Mann dann irgendwann gesagt, jetzt reicht&#8217;s, du musst was anderes machen, du kannst nicht warten, bis du ein Kind bekommst. Und da habe ich mir das erste Mal mit meinen, richtig mit so meinen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen und Leidenschaften und Sehns\u00fcchten auseinandergesetzt und habe gemerkt, ich bin eigentlich ein total kreativer Mensch. Und ich w\u00fcrde gerne was Kreatives machen, nicht mehr acht Stunden hinter dem PC sitzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und mein Wunsch war dann eigener, was in Richtung Einrichtungsberatung zu machen. Und ich habe dann eine relativ schnelle Ausbildung bei uns in der N\u00e4he gefunden, weil es ein Geschenk war, weil so eine Ausbildung gibt es in ganz \u00d6sterreich nur einmal und die war 40 Kilometer von meinem Heimatort entfernt. Und genau, der Ausbildung macht als Einrichtungsberaterin, hat mir super viel Spa\u00df gemacht, habe auch in diesem Job drei, vier Jahre dann gearbeitet, also wollte nat\u00fcrlich l\u00e4nger drinnen bleiben in den Job. Doch dann zeitgleich ist das Home in Salzburg entstanden. Und ich war da von Anfang an schon ein bisschen mit involviert, weil die Gr\u00fcnder und Leiter vom Home, gute Freunde von mir, waren und immer noch sind. Und habe einfach mitbekommen, was da gebaut wird, was geplant ist, was die Vision ist und das hat mich immer schon fasziniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Hab dann ein bisschen mitgeholfen, auch Kleinigkeiten, aber hab mir nie vorstellen k\u00f6nnen, dort wirklich vollzeitlich in den Dienst zu gehen. Also ich habe mir nie gesehen, als Missionarin oder eine, die da irgendwie vollzeitig in den Dienst geht. Eines Tages ist es aber der Patrick Knittelfelder, das ist der Gr\u00fcnder vom Home in Salzburg zu mir gekommen und sagt, Lisa, m\u00f6chtest du nicht in den Vollzeitdienst gehen und zu uns kommen? Und meine erste Antwort war nein, weil es mir tats\u00e4chlich nicht vorstellen hat k\u00f6nnen und gesagt, ja, was soll ich da machen? Also ich habe nicht die Ausbildung, ich werde jetzt auch nicht die Vision daf\u00fcr haben, was ich da genau machen soll, was soll ich machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Er ist immer wieder zu mir gekommen. Ich glaube, er ist sicher drei, vier Mal zu mir gekommen. Und wie er so das vierte Mal, glaube ich, gekommen ist, ist es mir pers\u00f6nlich sehr schlecht gegangen, auch noch mal aufgrund von meinem Kinderwunsch. Aber wir haben echte Krise und eine schwere Zeit mit Gott gehabt, mit gro\u00dfen Zweifeln, mit, ja, mit gro\u00dfer Wut auf Gott. Und das hat sich nat\u00fcrlich auf mein ganzes Leben ausgewirkt. Es waren eigentlich einige Wochen, wo es mir sehr, sehr schlecht gegangen ist. Und in dieser Zeit ist er noch einmal gekommen und hat gesagt, kann es sein, du sollst ins Home kommen. Und da war das erste Mal so, dass ich alles infrage gestellt habe und gesagt habe, ja vielleicht. Aber ich kann es jetzt nicht entscheiden, es geht mir gerade gar nicht gut, ich muss \u00fcber diese Phase hindurchkommen und ich fahre im Februar, habe ich gesagt, nach Israel und bis dahin gebe ich Gott der Deadline. Wenn er mich ruft, dann komme ich, wenn nicht, nicht. Wir sind dann nach Israel gefahren und ich habe immer so gewartet, ob da noch was kommt von Gott. Ich wollte mir halt einfach auch sicher sein, ob das sein Weg f\u00fcr mich ist. Und es war dann tats\u00e4chlich so am vorletzten Tag in Israel, wir waren in Jerusalem am \u00d6lberg und da hat Gott dann ganz, ganz, ganz klar zu mir gesprochen, das w\u00e4re jetzt nochmal eine eigene Story. Auf jeden Fall habe ich gewusst, ich soll meinen Job k\u00fcndigen und ich soll in den Vollzeitdienst gehen. Wir sind am Sonntag nach Hause geflogen, ich bin am Montag in meine alte Arbeit, habe gek\u00fcndigt dort, war dann noch einen Monat da quasi bis zur K\u00fcndigungsfrist und habe dann im April 2016 im Home begonnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und das, was ich immer schon gut k\u00f6nnen habe, das war organisieren. Also insofern war so meine erste Aufgabe Eventmanagement. Ich habe unsere Sommer- und Wochenendprogramme organisiert und bin damit einfach, sagen wir, ein bisschen so ins kalte Wasser geschmissen worden, was J\u00fcngerschaft betrifft. Ich habe selber keine J\u00fcngerschaftsschule gemacht, ich habe auch nicht Theologie studiert, aber ich habe st\u00e4ndig unsere J\u00fcngerschaftskurse, Sommerprogramme, Wochenendprogramme organisiert und habe da sehr viel gelernt dabei eigentlich selber. Und muss sagen, J\u00fcngerschaft hat tats\u00e4chlich mein Leben ver\u00e4ndert, Gott noch einmal neu kennenzulernen als meinem Vater. In dem Zuge habe ich ganz viel mit mir selber befasst, was meine Identit\u00e4t betrifft, was meine St\u00e4rken, meine Schw\u00e4chen betrifft.<br>Und habe da einfach noch mal eine ganz andere Liebe zu mir selber auch entdecken d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und was f\u00fcr mich ein Schl\u00fcsselpunkt in J\u00fcngerschaft war, war eigentlich das Thema Lordship. Das ist bei uns so ein Schl\u00fcsselpunkt auch im Thema J\u00fcngerschaft. Das hei\u00dft, Jesus Herr in meinem Leben. Und ich habe realisiert, in meinem Leben war es eigentlich so, Jesus war immer meine Seite, doch den Plan f\u00fcr mein Leben, hab ich vorgegeben und idealerweise ist Jesus mitgekommen. Alsdo ich hab den Plan f\u00fcr mein Leben gehabt. Und Jesus war an meiner Seite. Ich habe gebetet f\u00fcr gewisse Dinge, gewisse Dinge sind in Erf\u00fcllung gegangen und gewisse nicht, wie zum Beispiel der Kinderwunsch. Und mit dem habe ich mich sehr schwer getan. Und als ich in dem Punkt, also Lordship, erkannt habe, also eigentlich geht es darum, dass ich Jesus nachfolge und nicht er mir, habe ich wirklich so zum ersten Mal dieses Recht niedergelegt auf Mutterschaft, also Kinder zu bekommen. Das war irrsinnig schwer, irrsinnig schmerzhaft und traurig. Und ich habe es eigentlich nur aus meinem Kopf machen k\u00f6nnen. Mein Herz hat nicht gleich mitk\u00f6nnen, aber durch diese Entscheidung, dass ich das wirklich Gott abgebe, hat Gott wirklich mein Leben ver\u00e4ndert und ganz viel von meiner Traurigkeit und meinen Schmerz genommen. Das ist dann so step by step gekommen und mir wird ganz viel Freude im Leben zur\u00fcckgeschenkt. Und habe mir eine ganz andere Perspektive und Vision auf mein Leben geschenkt und ich habe gemerkt, ich habe wirklich eine Leidenschaft f\u00fcr seine Kirche und sein Reich. Und genau zu dieser Zeit haben wir dann begonnen eben auch, also da haben wir schon Alphakurse gemacht, und dann aus dieser Erkenntnis heraus ist das Sunny Morning entstanden. Also, was hei\u00dft, also dieser Erkenntnis heraus? Wir haben immer Alpha-Kurse gemacht und am Ende dieser Alpha-Kurse waren immer alle sehr begeistert von unseren Teilnehmern, gesagt, wow, cool! Also f\u00fcr alle, die Alpha nicht kennen: Das ist ein zehnw\u00f6chiger Glaubensgrundkurs. Es geht so um die wichtigsten christlichen Themen, so wer ist Jesus, warum starb Jesus am Kreuz, warum beten Bibel lesen, wer ist der Heilige Geist und so weiter. Wie gesagt, am Ende dieses Kurses sind die Teilnehmer wirklich alle sehr begeistert gewesen \u00fcber diesen Kurs und haben gesagt, wie geht es jetzt weiter? Und ich habe immer nur sagen k\u00f6nnen, ja, wir haben halt am Sonntag, in der Pfarre, um 10 Uhr die Messe, kommt vorbei. Und beim ersten Mal sind sie alle gekommen, aber beim zweiten Mal leider nicht mehr. Es war ihnen einfach zu steil, also der Gap, der war zu breit, zu tief, wie auch immer. Und wir haben da immer sehr viel gesprochen, auch im Home \u00fcber dieses Thema und gemerkt, wir m\u00fcssen eigentlich was anbieten, das niederschwelliger ist. Und somit ist der Sunday Morning entstanden, wo wir gesagt haben, wir m\u00f6chten einen katholischen Gottesdienst, aber quasi die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde, die sollen einfach niederschwelliger sein, sodass Menschen, die vielleicht mit Gott und Kirche nichts mehr zu tun haben, dem wieder neu eine Chance geben. Und wir haben eben am Konzept des Sunday Morning gearbeitet mit einem Priester von uns, dem Dr. Gerhard Viehhauser, ist auch mittlerweile Bischofs-Vikar und selbst mit dem Bischof selber. Wir haben das durchgerungen, wir wollten unbedingt was machen, innerhalb der Kirche, wollten uns auf keinen Fall abspalten. Das ist uns als Loretto-Gemeinschaft total wichtig, dass wir innerhalb, also f\u00fcr Erneuerung innerhalb von der Kirche auch beten und wirken. Genau. Deshalb ist es quasi der Sunday Morning geworden, so wie wir ihn seit sechs Jahren feiern, mit quasi, wir nennen ihn jetzt so der erste Teil ist so eine Art Sonntagsschule, sprich wir starten mit einem l\u00e4ngeren Worship und einer Message der Woche, die auch von Laien gepredigt wird.<br>Dann startet erst der eigentliche Wortgottesdienst, also Wortgottesdienst, und dann kommt die Eucharistiefeier, ja, genau, mit dem Priester. Und wir sind nicht in einer Kirche, wir sind in einem Saal, es ist ein Kapitelsaal, wir haben Kinderkirche, wir haben WC, wir haben ein Cafe. Es ist einfach wichtig, dass Leute sich wohlf\u00fchlen, und dass es nicht darum geht, noch 45 Minuten, es ist mir zu kalt oder zu ungem\u00fctlich, sondern einfach, dass Menschen mit uns eigentlich den Sonntagvormittag verbringen und gerne da sind, dass sie sich wohlf\u00fchlen. Also wir haben einfach auch geschaut, dass die \u00e4u\u00dferen Umst\u00e4nde auch dazu f\u00fchren, dass Menschen sie wohlf\u00fchlen. Genau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Habt ihr da, also du warst ja, glaube ich, auch in London, unter anderem auch bei der Alpha Leadership-Konferenz. Habt ihr da euch auch Inspiration geholt f\u00fcr diese Rahmenbedingungen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Genau, also das war eine der Hauptinspirationen. Wir sind immer wieder zur Alpha Leadership-Konferenz nach London geflogen, haben somit die HTB-Church kennengelernt. Das ist die Holy Trinity Brompton-Church vom Nicky Gumble. Dieser ist der Gr\u00fcnder eben von den Alpha-Kursen. Und haben entdeckt, wow, wie die das machen, ist einzigartig, also sowas habe ich noch nie erlebt, also innerhalb der anglikanischen Kirche haben die vom Bischof damals in London Kirchen anvertraut bekommen, die eigentlich quasi ausgestorben sind. Was hei\u00dft ausgestorben? Dort sind maximal noch vielleicht 10, 20, 30 Leute am Sonntag. Die durften die Kirchen ein bisschen umbauen, das hei\u00dft, da sind \u00fcberall Kinderr\u00e4ume reingebaut worden, Caf\u00e9s, Heizung und so weiter und so fort. Und haben diese Kirchen \u00fcbernommen und innerhalb von k\u00fcrzester Zeit sind diese Kirchen gewachsen, teilweise bis zu 1000 Leute oder teilweise bis zu 5000 Leute, weil sie in mehreren Gottesdiensten verteilt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann haben sie begonnen zu sagen, okay, unsere besten 10, 15, 20 Leute, die schicken wir in die n\u00e4chste ausgestorbene Kirche und die machen da einen neuen church-plant, also quasi eine neue Kirchengr\u00fcndung. Und dort haben die das wieder aufgebaut. Und wir haben einmal mal so einen Church-plant-Trip nach London gemacht und uns verschiedene solcher Church-plants angeschaut und es war immer faszinierend, dass das wirklich funktioniert. Und wir haben gesagt, wenn das in der anglikanischen Kirche funktioniert, muss es doch auch irgendwie bei uns in der katholischen Kirche funktionieren. Wir haben schon gemerkt, es ist ein bisschen schwieriger bei uns in der katholischen Kirche, weil die in der anglikanischen Kirche quasi im Gottesdienst einen Unterschied machen zwischen einem Low-Service und einem High-Service. High-Service ist quasi klassisch, wie sie nennen es, Smells and Bells und Eucharistiefeier. Und der Low-Service ist quasi mit viel Worship, modernen Worship eine l\u00e4ngere Predigt und dann einfach eine Ministry-Zeit. Und wir w\u00fcrden sagen, bei uns ist das eigentlich genau der Ablauf von einem normalen Loretto-Gebetskreis, also es ist halt kein Gottesdienst. Und das dadurch nat\u00fcrlich einfacher Menschen dazukommen, ist irgendwie klar. Und deshalb ist uns die Idee entstanden, okay, wie k\u00f6nnen wir auch an katholischen Gottesdienst einfach mal den Einstieg ein bisschen niederschwelliger machen. Genau, so ist das entstanden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Beim Sunday Morning habe ich den Eindruck, da merkt man so dieses Low-and-High-Service so ein bisschen. Also du hast schon gerade davon gesprochen, am Anfang, ich sag mal, so eine Sonntagsschule, Lobpreis, Input, Speech, irgendwas in die Richtung. Und danach dann Wortgottesdienst und Eucharistiefeier. Vor ein paar Wochen habe ich es noch im Kapitelsaal kennengelernt. Das hat sich ja, glaube ich, aber trotzdem entwickelt. Also diese Form war ja nicht von Anfang an. Wie sah die denn fr\u00fcher aus? Also gab es auch \u00f6rtliche Ver\u00e4nderungen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, genau. Also wir haben gestartet bei uns im Gebetsraum in der Home-Base. Wir haben da einen Gebetsraum wo auch viel gebetet und Lobpreis gemacht wird. Und wir haben dort gestartet. Und die urspr\u00fcngliche Idee war, dass wir uns splitten.<br>Sprich, wir haben bemerkt, okay, es gibt viele Menschen, die mit Eucharistie nichts anfangen k\u00f6nnen, die gar nicht wissen, was da passiert und auch gar nicht dran glauben. Wir haben dann gesagt, okay, lasst uns eine Zwei-Raum-L\u00f6sung machen. Sprich, wir haben die Sonntagsschule, wir haben den Wortgottesdienst gemeinsam und wenn die Eucharistiefeier startet, gehen diejenigen, die mit Eucharistie was anfangen k\u00f6nnen, denen Eucharistie wichtig ist, die gehen mit dem Priester rauf bei uns in die Kapelle, also wir haben eine Kapelle im Haus, die feiern dort Eucharistie und alle anderen bleiben im Gebetsraum, haben eine Ministry-Zeit. Das hei\u00dft einfach eine vertiefende Gebetszeit zum Thema vom Sonntag. Und das ist eigentlich sehr, sehr gut angekommen, das war dann tats\u00e4chlich schon ich sag mal, so zwei Drittel, die zur Eucharistiefeier gegangen sind, aber auch dieses eine Drittel, das eben nicht zur Eucharistiefeier gegangen ist, waren auch immer wieder frei- oder sind immer wieder Freichristen dabei bei uns und eben auch Menschen, die sich schwer tun mit solchen Dingen. Und wir haben das eigentlich, ja, zwei, drei Jahre lang so gemacht, bis wir eben, wir mussten dann das erste Mal Location wechseln, weil es zu klein worden ist, sind dann r\u00fcber nach St. Blasis, dort ist quasi das Zentrum auch von Loretto, haben wir den Gottesdienst oben gehabt im gotischen Saal, wo auch der Loretto-Gebetkreis stattfindet und die heilige Messe unten in der Kirche. Und als dann Corona gekommen ist, sind wir r\u00fcber in den Kapitelsaal und wir haben gemerkt, wow, da ist technisch und r\u00e4umlich eigentlich alles, was wir brauchen. Nur das, was wir nicht haben, ist eine Kirche oder Kapelle, wo wir quasi uns splitten k\u00f6nnen. Und somit haben wir einen Prozess begonnen und zu beten und zu schauen, was k\u00f6nnte da die L\u00f6sung sein. Wir sind wieder im Board zusammengesessen, auch wieder mit unserem Priester. Und pl\u00f6tzlich war so die Idee, war, lasst uns die Eucharistiefeier und die Ministryzeit zusammenlegen. Also mach mal eine Einrauml\u00f6sung. Wir haben dann echt sehr gerungen, ob wir das machen sollen oder nicht, aber haben ein Gebet gemerkt, das sollen wir machen. Und vielleicht auch mit dem Risiko, dass wir ein paar wieder verlieren, wobei wir haben kaum jemanden verloren. Und ich muss sagen, es funktioniert wirklich gut auch. Also wir versuchen, das Ganze auch sehr gut zu erkl\u00e4ren, weil das Ganze Sunday Morning gibt es eine Moderation, die auch immer wieder die einzelnen Parts erkl\u00e4rt. Wir wollen wirklich die Leute mit hineinnehmen. Und wir haben dann letztes Jahr ein Midweek-Programm gestartet, ein Eucharistiekurs, zwei-\/dreiteiliger Kurs, einfach um Menschen, die mit dem nicht viel anfangen k\u00f6nnen, da mit hineinzunehmen. Wir sagen immer, Eucharistie ist einerseits ein einfaches und gleichzeitig ein sehr komplexes Geschehen. Und wir glauben, je besser wir die Leute mitnehmen, desto besser k\u00f6nnen sie dieses Geheimnis auch entdecken und auch wirklich so als Quelle und H\u00f6hepunkt f\u00fcr ihr Leben entdecken und sch\u00e4tzen.<br>Deswegen versuchen wir, die Leute da mitzunehmen und hinzuf\u00fchren. Und so ist es jetzt entstanden, dass das jetzt alles eins ist quasi.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Es gibt ja, glaube ich, auch neben dem Kapitelssaal, also eurer neuen Location, wo der Sunday Morning ist, die Dom-B\u00fccherei, wie nennt sich das nochmal?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dombuchhandlung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Genau, ja. Wie ist die dazu gekommen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, die Dombuchhandlung hat eigentlich, also gibt es in Salzburg schon viele, viele, viele Jahre und geh\u00f6rt eigentlich eben zur Erzdi\u00f6zese. Und nat\u00fcrlich in Zeiten wie diesen haben es Buchhandlungen immer schwieriger oder immer schwerer, sprich in Zeiten von Amazon und so weiter. Und wurde geschlossen, kann man sagen, also sie wurde geschlossen und der Bischof ist zu uns gekommen, hat gesagt, wollte sie nicht daraus was machen?<br>Wir haben es als Herausforderungen gesehen und auch aus Riesenchance und haben somit die Dom-Buchhandlung \u00fcbernommen und haben sie umgebaut und sehen sie auch als Teil von unserer Kirche. Es ist nat\u00fcrlich eine Buchhandlung, aber wir machen auch viele Veranstaltungen dort drinnen. Also wir haben jetzt wieder so Bibelabende, die in der Dombuchhandlung stattfinden. Es ist auch ein Lernort f\u00fcr unsere Studenten, also in Salzburg gibt es ganz neues, seit letzten Jahr den 4C Bachelor. Das ist ein Bachelorstudium f\u00fcr Christian Culture, Communication und Change Management. Und diese Studenten kommen dort auch bei uns in die Dombuchhandlung um zu lernen. Also da ist auch wirklich eine Community dort. Wir haben ein Cafe integriert, sodass es eigentlich auch ein Ort der Begegnung ist und m\u00f6chten da jetzt zuk\u00fcnftig auch Gespr\u00e4chszeiten und Gebetszeiten anbieten. Also einfach, es ist nicht nur eine Drohbuchhandlung, sondern es geh\u00f6rt eigentlich zur Kirche dazu und soll ein Ort der Begegnung auch sein oder auch ein Ort, wo man mal Kontakt aufnehmen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sondern eben niederschwelliger Ankn\u00fcpfungspunkt, um da auch irgendwie reinzukommen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz genau.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jetzt haben wir schon ganz viele Orte geh\u00f6rt, St. Blasius, Home-Base, Home-Church. Wie h\u00e4ngt das denn alles zusammen? Gibt es da irgendwie eine, sagen wir mal, eine stadtweite Organisationsstruktur? Wo ist da dein Ort?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zu unserer Struktur, wie gesagt, Ursprung ist Loretto und wir sind Loretto, also Home-Church. Home ist Teil von Loretto und Loretto ist so organisiert, dass es quasi einen Rat gibt, einen weltweiten oder halt europ\u00e4ischen Rat und die sind quasi zust\u00e4ndig f\u00fcr alles, was Loretto betrifft, alle Loretto Gebetskreise, Konferenzen und so weiter, Pfingsten, und dann gibt es quasi unser Home, das aus Loretto heraus entstanden ist und zu Loretto geh\u00f6rt, wir sind so strukturiert, dass es wir eine eigene Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung haben in Salzburg, aber dann noch einen eigenen Regionalrat. Und wir denken Salzburg so, dass wir das alles gemeinsam denken. Sprich, Loretto und Home und alles, was wir machen, denken wir gemeinsam, wir nennen das den City-Campus. Und da sitzen quasi in diesem Rat quasi die Leiter von den einzelnen Ministries. Ich zum Beispiel f\u00fcr die Home-Church, dann wer f\u00fcr die Home-Base, dann wer f\u00fcr St. Blasius, wer f\u00fcr das Medienhaus und so weiter und so fort. Genau, das sind jetzt circa zehn Leute. Und wir denken einfach f\u00fcr die Stadt und schauen, wie wir in der Stadt und der Gesellschaft in Salzburg bestm\u00f6glich dienen k\u00f6nnen, auf unterschiedlichen Ebenen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wie h\u00e4ufig trifft sich dann auch dieser Rat, also um das jetzt irgendwie lokal vor Ort zu organisieren. Und was hat der so f\u00fcr Aufgaben?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Alle zwei Wochen haben wir eine Regionalratssitzung sozusagen. Und dar\u00fcber hinaus haben wir dann nat\u00fcrlich in den einzelnen Ministries, sprich ich habe in der Home-Church wieder eigenes Board mit verschiedenen Teams und so quasi geht die Struktur bis ins Kleinste hinein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jetzt bist du sozusagen die, ich sag jetzt mal, Anf\u00fchrungszeichen, operative Leitung. Was f\u00fcr Leute gibt es da sonst noch?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit mir, in der Leitung ist nat\u00fcrlich die geistliche Leitung, das ist bei uns eben der Dr. Gerhard Viehhauser, der eben auch St. Blasius als Pfarrer \u00fcberhat und Bischofsvikar ist f\u00fcr Ehe und Familie.<br>Er macht eben die geistliche Leitung. Und ich mache quasi alles, was organisatorisch ist und so weiter und so fort. Und ich habe aber nat\u00fcrlich f\u00fcr ganz vieles, was wir machen, auch Teamleiter. Sprich, wir machen eben Alphakurse, wir machen Mid-Week-Programme, wir haben Kleingruppen, wir haben jetzt zwei Gottesdienste, sprich in Sunday-Morning und einen Saturday-Evening. Also das ist ein Studentengottesdienst am Samstagabend. Es gibt dort ein eigenes Leitungsteam. Genau, also wir versuchen, dass wir \u00fcberall Teams haben, die wiederum J\u00fcngerschaft leben, also was bei uns ein gro\u00dfes Thema ist, ist einfach, dass wirklich in den Teams J\u00fcngerschaft gelebt wird, dass dort im Team auch was entsteht und wo andere Menschen wieder andocken k\u00f6nnen. Wir wollen auch, es klingt jetzt vielleicht einfach, aber so eine Art Mitmachkirche sein, also wir wollen keine Konsumentenkirche sein, sondern Mitmachkirche und im idealen Fall dockt, also jeder irgendwo an. Sprich halt jeder irgendwo seinen Platz auch zum Mitarbeiten und dabei zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Also wo man auch sieht, dass, also ein gewisses Commitment angestrebt, du hast gerade eben gegen die Konsumentenkultur gesagt. Gibt es da, also du hast auch schon ganz viele Dienste erw\u00e4hnt. Was f\u00fcr Dienstgruppen, was f\u00fcr Angebote gibt es dann in der Home Church?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Also direkt am Sunday-Morning gibt es verschiedene Dienste, die wir machen, zum Beispiel Kinderkirche, jeden Sonntag gibt es bei uns eigene Kinderkirche, dann nat\u00fcrlich den ganzen Worship-Bereich, wieder eigenes Team, dann den ganzen Welcome-Bereich, also was f\u00fcr uns sehr wichtig ist, ist eine sehr, sehr gute Welcome-Kultur, wo jeder sich willkommen und gesehen f\u00fchlt. Dann haben wir einen eigenen Bereich, was das ganze Essen und Getr\u00e4nke-Thema betrifft, also ein Bar-Bereich. Dann nat\u00fcrlich alles, was Kleingruppen betrifft. Also wir versuchen, also wir sagen, es gibt so zwei wichtige Punkte. Das eine ist der Sonntagsgottesdienst und das andere ist einfach, sind die Kleingruppen unter der Woche, die treffen sich alle zwei Wochen. Und wir glauben, dass es wichtig ist, dass jeder auch in einer Kleingruppe ist, weil nat\u00fcrlich am Sonntag sind wir gro\u00df alle zusammen, aber so quasi das geistliche Wachstum und auch Freundschaften und Gemeinschaft, das wird vor allem gelebt in den Kleingruppen.<br>Deswegen sind so Kleingruppen bei uns wird bei uns sehr hoch geschrieben oder sind sehr, sehr wichtig. Dann haben wir eben Alpha-Ministries, also wir machen drei Alpha-Kurse im Jahr und zus\u00e4tzlich verschiedene Events und Programme. Sprich eben, gerade haben wir noch einen Ehekurs laufen, dann gibt es auch Ehevorbereitungskurse, Bibelabende, die auch gerade gestartet haben. Da haben wir wieder einen Priester, der gerade durch das Alte Testament, also durch die f\u00fcnf B\u00fccher Mose f\u00fchrt, dann zum Beispiel den Eucharistiekurs, den wir gehabt haben. Also ganz unterschiedliche Dinge. Wir machen Weihnachten eine Veranstaltung, das nennen wir Adventssingen und so weiter und so fort. Also da gibt es ganz viele verschiedene Bereiche, wo man dann mit dabei ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Das h\u00f6rt sich irgendwie nach einer riesen Menge an Koordinationen auch an. Ich stelle mir das irgendwie ziemlich schwierig vor, auch dort irgendwie als Leitung, das alles irgendwie zusammenzubekommen. Also wenn du jetzt auf deine letzten Jahre zur\u00fcckschaust: Was sind f\u00fcr dich die gro\u00dfen Herausforderungen, die du als Leitung da eigentlich hast? Und wie gehst du damit um? Also hast du vielleicht irgendwelche Tricks oder so oder irgendwelche, was wei\u00df ich, Supervisionsgruppen oder dergleichen? Also wie kannst du diese Herausforderung irgendwie managen?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Also was f\u00fcr mich immer wichtig ist, ist ein gutes Team f\u00fcr mich selber, gutes Sparring-Partner, wo man einfach auch die Dinge durchbespricht. Also ich habe gemerkt manchmal, oder es gab einfach auch Zeiten, die herausfordernd waren in den letzten Jahren, wo ich gewisse Dinge einfach allein dann durchgezogen habe und gemerkt habe, wenn du alleine was machst, das ist immer sehr herausfordernd und schwierig. Also f\u00fcr mich pers\u00f6nlich in der Leitung ist einfach wichtig, ein gutes Team zu haben. Das ist eben das Board, das wir haben und dort werden alle Dinge besprochen. Also nicht jetzt bis ins Kleinste geteilt, aber genauso diese gro\u00dfen Strukturen oder wenn wir etwas Neues starten oder gewisse Dinge oder nat\u00fcrlich alles, was Vision betrifft und die n\u00e4chsten Steps und so weiter und so fort. Und da merke ich, da ist es einfach wichtig, da ein gutes Team zu haben, weil dann verteilen sie dort auch gleich schon wieder Aufgaben und auch ein Team zu haben mit unterschiedlichen St\u00e4rken. Also ich glaube, ich halt sehr viel auch auf den f\u00fcnff\u00e4ltigen Dienst und ich merke, also fr\u00fcher war ja auch sehr kritisch gegen\u00fcber, ich muss jetzt ehrlicherweise gestehen, gegen\u00fcber Priestern oder Pfarrern bei uns unbedingt, boah, der kriegt es gar nicht auf die Reihe, aber wenn du mal selbst in den Schuhen stehst, merkst du, du kannst gar nicht alles machen. Du kannst nicht gleichzeitig Apostel, Hirte, Evangelist, Lehrer und Prophet sein. Und du kannst auch nicht f\u00fcr jeden Einzelnen immer da sein und verf\u00fcgbar sein, weil nat\u00fcrlich jeder von uns ist auch nur begrenzt mit seinen Ressourcen und Kapazit\u00e4ten. Und das habe ich wirklich lernen d\u00fcrfen, wir sind dann auch immer mehr gewachsen und ich habe gemerkt, ich kann nicht jedem gerecht werden.<br>Das war f\u00fcr mich eines der schwierigsten Dinge, weil ich schon ein harmoniebed\u00fcrftiger Mensch bin und einfach gern h\u00e4tte, es jeden Recht zu machen und dann einfach auch das nicht zu schaffen und dann in Kritik zu geraten und das anzunehmen und ehrlich zu mir zu sein und auch ehrlich zu meinen Grenzen zu stehen, das hat mir sehr, sehr viel gekostet, war aber ein sehr wichtiger Lernprozess. Und deswegen glaube ich, das ist einfach unglaublich wichtig ist ein gutes Team zu haben, das verschiedene Bereiche abdecken kann. Einer allein kann es nicht, also davon bin ich \u00fcberzeugt und ich glaube, dass wir auch daf\u00fcr so geschaffen w\u00fcrden, dass wir zusammen halten, dass wir zusammenarbeiten, eben als ein Leib. Und ich glaube eben, dass Gott \u00fcberhaupt nicht will, dass einer allein irgendwas durchzieht und das irgendwie macht. Und ich glaube, das wird auch nicht fruchtbar sein. Da wird man fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wahrscheinlich scheitern, w\u00fcrde ich sagen, oder w\u00e4re es bei mir auf jeden Fall so.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Also du hast jetzt schon gesagt, Team ist ganz wichtig, auch mit unterschiedlichen St\u00e4rken. Hast du f\u00fcr dich so auch irgendwie Orte, wo du irgendwie auch so diese, auch die Wunden, die da manchmal auch bei so einer Leitung eben entstehen, also wo man die irgendwie thematisieren kann, bearbeiten kann?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Genau, also ich habe f\u00fcr mich mehrere Orte eigentlich. Also ich habe eine Mentorin, mit der ich mich einmal im Monat treffe und gewisse Dinge besprich. Ich habe eine Kleingruppe, wo ich auch immer wieder gewisse Dinge abladen kann und einfach einmal f\u00fcr mich beten lassen kann. Und ich habe einen Ort, das ist ein Ort, ein Kreis von Frauen, w\u00fcrde ich sagen, wir treffen uns auch alle zwei Wochen und da geht es um sehr viel innere Heilungsarbeit.<br>Und das ist f\u00fcr mich nat\u00fcrlich sehr hilfreich. Und da bin ich sehr dankbar. Also da kommen ich mit privaten Dingen als auch beruflichen Dingen. Und da geht es einfach wirklich um sehr viel Heilungsarbeit. Und das war f\u00fcr mich oder ist f\u00fcr mich nach wie vor ein ganz wichtiger Ort einfach. Also ich glaube, es ist total wichtig, sich selber zu reflektieren. Ich glaube, es ist total wichtig, einfach zu schauen, okay, was spielt sich in mir ab? Was sind Dinge, die mich \u00fcberfordern? Was sind Dinge, die mir gut tun? Einfach das wirklich auch immer alles an die Oberfl\u00e4che zu holen. Also davon bin ich sehr \u00fcberzeugt, dass das extrem wichtig ist, das zu tun, sich selber zu reflektieren. Alles, was irgendwie ans Licht, an die Oberfl\u00e4che geholt wird, da kann man was dagegen tun. Alles, was man unterdr\u00fcckt und im Unterbewusstsein ist, da kann man halt nichts dagegen tun und das reagiert dann irgendwie verschiedenen Situationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Und wenn ich aber das an die Oberfl\u00e4che hole, ins Licht hole, kann auch da Heilung passieren und man kann sich dagegen entscheiden, mal was anders zu machen. Man kann sich Hilfe holen und so weiter. Und ich glaube, dass das ganz, ganz wichtig ist, vor allem, wenn man, also f\u00fcr jeden, aber vor allem auch, wenn man in einer Leitungsposition ist, dass man einfach wirklich an sich selber arbeitet. Also ich habe lange Zeit eben bei uns die Sommerprogramme organisiert und veranstaltet und unter anderem auch die Leiterschulung. Und die Leiterschulung, da waren immer drei wichtige Schritte. Das hei\u00dft, know yourself, lead yourself und lead others.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste und wichtigste Punkt, und f\u00fcr den wir am meisten Zeit verwendet haben in dieser Leiterschulung, war immer der Punkt Know Yourself. Lerne dich selber kennen, wei\u00df, was dich triggert, wei\u00df, wie du zu gewissen Situationen reagierst und warum du so reagierst. Wenn du da eine gute Beziehung zu dir selber hast, wenn du dich selber gut kennst, dann kommt dieses andere fast automatisch, aber dann lernst du dich selber zu leiten und wenn du dich selber gut leiten kannst, dann kannst du auch andere gut leiten. Und ich glaube, das ist ein wichtiger Schritt f\u00fcr alle, die in einer Verantwortung stehen oder in einer Leitungsposition sind.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Jetzt hast du da schon ein paar kleine Tipps reinverpackt, was du vielleicht auch Leuten in Leitungspositionen empfehlen w\u00fcrdest. Gibt es da vielleicht sonst noch, also auch wenn du zur\u00fcckblickst, ich sag mal so, Lesson learned, wo du sagst, ah, guck mal, also wenn ich das vorher gewusst h\u00e4tte, das w\u00e4re doch toll gewesen, oder sagst, ah, wenn ich das Buch mal, genau, das k\u00f6nnte ich weiterempfehlen, diese Veranstaltung. Gibt es da so Tipps, die du jungen Leitern mit auf den Weg geben w\u00fcrdest?<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Also was f\u00fcr mich wichtig ist, ist nach wie vor, dass ich Vorbilder habe und Vorbilder in unterschiedlichen Themenbereichen. Ich hab mir einfach Vorbilder auch gesucht, sprich, die Kirchen leiten, ob das jetzt im katholischen als auch im freikirchlichen Kontext. Ich glaube wir k\u00f6nnen unglaublich viel von Freikirchen lernen und wir lernen auch immer wieder sehr viel von Freikirchen. Ich habe mir einfach einige Pastoren auch gesucht, wo ich B\u00fccher lese, Podcasts anh\u00f6re, schaue, wie sie das machen und habe daf\u00fcr einfach sehr viel lernen d\u00fcrfen. Das ist auf jeden Fall f\u00fcr mich was Wichtiges und kann sagen, welche Kirche das auch unter anderem ist, also zwei Kirchen, die sehr wichtig f\u00fcr mich sind, ist einmal die HTB-Church in London und das andere ist das ICF, was ich einfach auch sehr beeindruckend finde, wie sie das machen, wie sie Leadership leben, wie sie das aufbauen, kann man sehr, sehr viel lernen, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>Und ansonsten, also ich glaube, das ist eine Sache, die wir von Jesus auch lernen d\u00fcrfen, ist das wirklich auch das Learning by Doing, sprich also ich finde, Jesus hat seine J\u00fcnger angewiesen, indem das ihnen gezeigt hat, wie er es macht. Er hat Kranke geheilt, hat D\u00e4monen ausgetrieben, er hat Gespr\u00e4che gef\u00fchrt und hat immer seine J\u00fcnger dabei gehabt. Und ich glaube, das ist eines der wichtigsten Dinge. Und ich glaube, auch eines der besten Dinge, wie wir lernen. Und dazu geh\u00f6rt, finde ich, eine gute Fehlerkultur, sprich, dass man richtig mit Fehlern umgeht und dass Fehler passieren d\u00fcrfen und dass man einfach Fehler auch als Chance sieht, daraus lernen zu d\u00fcrfen. Und ich muss sagen, mein Leiter, das ist der Patrick Knitterfelder, der macht das wirklich extrem gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Somit, hat er mich oft ins kalte Wasser geschmissen, er hat mir oft gezeigt, wie es geht. Ich habe es wahrscheinlich oft falsch gemacht. Ich habe es immer wieder probieren d\u00fcrfen und habe somit sehr, sehr viel lernen d\u00fcrfen. Also gerade dieses Prinzip Learning by Doing, glaube ich ist ein wichtiges Prinzip und auch so, wie es ich wieder anderen weitergeben m\u00f6chte, dass ich wirklich auch jungen Leitern echt was zutraue und sie manchmal auch ins kalte Wasser schmei\u00dfe, weil ich wei\u00df, dabei lernt man sehr viel. Ich glaube, es ist wichtig, sie gut zu begleiten, auch f\u00fcr gewisse Zeit, aber sie dann auch fliegen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Ja, vielen Dank, liebe Lisa, f\u00fcr diese tollen Tipps, eben Learning by Doing, Vorbilder und Fehlerkultur, finde ich, rahmt das noch ganz gut. Ich glaube, weil wir eben alle das Patentrezept nicht haben, bleibt uns manchmal fast nichts anderes \u00fcbrig. Herzlichen Dank f\u00fcr heute, hat mich sehr gefreut!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gerne, mich auch. Ich w\u00fcnsche dir noch einen wundersch\u00f6nen Tag.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dankesch\u00f6n!<br>Liebe Zuh\u00f6rer, sch\u00f6n, dass ihr, sch\u00f6n, dass du heute mit dabei gewesen bist. Danke f\u00fcrs Zuh\u00f6ren. Ich freue mich aufs n\u00e4chste Mal. Falls du bis dahin irgendwelches Feedback hast, Fragen, Empfehlungen, W\u00fcnsche, schreib uns gerne an podcast@gemeinde-pflanzen.net. Schau auch gerne auf unsere Internetseite vorbei. Dort gibt es dann noch alle m\u00f6glichen Infos, ja, Inhalte, die wir heute auch ein bisschen noch besprochen haben in den Shownotes. Wenn es dir gefallen hat, empfehle uns gerne weiter f\u00fcr heute alles Gute, sei gesegnet.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist nur eine halb-automatisch erstellte Transkription. Hier sind also durchaus Fehler vorhanden! Bitte h\u00f6ren Sie in den Originalton hinein! Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Aussaat, der Serie Talk \u2013 Gespr\u00e4ch \u2013, dem Podcast des Netzwerks Gemeinde-Pflanzen, wo es rund um die Themen Gemeindegr\u00fcndung, J\u00fcngerschaft und Evangelisierung geht. 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